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BEW wechselt unter Zeitdruck von Microsoft Project Online zu Oracle Primavera Cloud

BEW-Titelbild

INDUSTRIE

Energie und Fernwärme

HERAUSFORDERUNG

BEW nutzte Microsoft Project Online als zentrale Software für die Terminplanung. Nach der Ankündigung, dass die Plattform eingestellt wird, musste das Unternehmen kurzfristig eine neue Lösung finden. Gleichzeitig wollte BEW die Steuerung eines umfangreichen Portfolios miteinander verknüpfter Projekte und Terminpläne verbessern.

ERGEBNISSE

Mehr als 40 Terminpläne mit rund 100.000 Vorgängen wurden innerhalb von etwa drei Monaten migriert. Die Terminplaner von BEW konnten bereits mit Oracle Primavera Cloud arbeiten, während die weitere Implementierung noch lief.

WICHTIGSTE PRODUKTE

Oracle Primavera Cloud (OPC)

bew.berlin →

3 Monate

Von der Freigabe der Beschaffung bis zum Abschluss der Terminplanmigration

 

Über 40 Terminpläne

Von Microsoft Project Online zu Oracle Primavera Cloud migriert

 

Über 100.000 Vorgänge

In die neue Terminplanungsumgebung übertragen

25 Terminplaner

Für die Arbeit mit Oracle Primavera Cloud geschult

„An einem einzigen Baustandort können fünf oder sechs miteinander verknüpfte Projekte parallel laufen. Zwischen ihnen bestehen zahlreiche Abhängigkeiten. Mit Microsoft Project Online konnten wir die Schnittstellen nicht so steuern, wie wir es benötigten. Mit OPC war das hingegen problemlos möglich.“
„Für mich zeichnet sich ein guter Berater dadurch aus, dass er die Herausforderung versteht, seine Erfahrung einbringt und bei der Lösungsfindung unterstützt. Genau darin liegt der Mehrwert der Zusammenarbeit mit Primaned.“
„Unsere Priorität war es, die Terminpläne nach Oracle Primavera Cloud zu migrieren, die Daten zu überprüfen und sicherzustellen, dass unser Team damit arbeiten konnte. Die verbleibenden Aufgaben konnten anschließend parallel weitergeführt werden.“
„Uns wurde sehr schnell klar, dass Oracle Primavera Cloud die richtige Lösung für uns war. Wir mussten die einzelnen Terminpläne zusammenführen und über ihre Schnittstellen miteinander verknüpfen.“

Über die BEW

Die BEW Berliner Energie und Wärme GmbH versorgt Berlin mit Strom und Fernwärme. Ihr Fernwärmenetz erstreckt sich über rund 2.500 Kilometer und ist damit ein zentraler Bestandteil der zuverlässigen Energieversorgung der Stadt.

BEW arbeitet daran, die Wärmeerzeugung aus Kohle bis 2030 einzustellen. Durch die Energiewende wird die Projektlandschaft des Unternehmens zunehmend komplexer. Die Transformation umfasst weit mehr als einzelne Bauprojekte. An einem einzigen Standort können mehrere miteinander verknüpfte Projekte parallel laufen, jedes mit eigenem Terminplan, eigenen Auftragnehmern, Meilensteinen und technischen Schnittstellen.

Für BEW müssen Planungsinformationen deshalb mehr bieten als den Status einzelner Terminpläne. Sie müssen helfen, Abhängigkeiten zwischen Projekten zu erkennen, kritische Vorgänge zu identifizieren und verlässliche Entscheidungsgrundlagen bereitzustellen.

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Kapitel I

Die Herausforderung

Die Einstellung von Microsoft Project Online zum 30. September 2026 setzte BEW eine klare Frist. Das Unternehmen musste eine Nachfolgelösung auswählen, genehmigen lassen und einführen, während die laufenden Projekte im Portfolio weitergeführt wurden.

Der Umfang der Migration machte dies besonders anspruchsvoll. BEW musste mehr als 40 aktive Terminpläne mit rund 100.000 Vorgängen migrieren, ohne die laufende Terminplanung zu unterbrechen oder wichtige Informationen für die Steuerung der Projekte zu verlieren. Gleichzeitig reichten externe Auftragnehmer weiterhin regelmäßig aktualisierte Microsoft Project Terminpläne ein. Das Team benötigte daher einen praktikablen Prozess, um diese wiederkehrenden Aktualisierungen während und nach der Umstellung zu verarbeiten.

Mindestens ebenso wichtig war die Herausforderung im Bereich der Projektsteuerung. BEW betreute rund 45 aktive Projekte mit zahlreichen gegenseitigen Abhängigkeiten. An einem einzigen Baustandort konnten mehrere Projekte parallel laufen, mit Abhängigkeiten zwischen Ingenieurleistungen, Bauarbeiten, Auftragnehmern und technischen Schnittstellen. Microsoft Project Online bot nicht die erforderliche Übersicht auf Programmebene, um diese Terminpläne zusammenzuführen und ihre Abhängigkeiten strukturiert zu steuern.

„Wir brauchten einen übergeordneten Programmterminplan, der die einzelnen Terminpläne zusammenführt. Die Abhängigkeiten zwischen den Projekten ließen sich in Microsoft Project Online nur schwer steuern.“ - Torsten Puls, Teamleiter Terminplanung und Schnittstellenmanagement bei BEW

Die Migration bot BEW damit auch die Gelegenheit, die Projektsteuerung fachlich weiterzuentwickeln. Das Unternehmen benötigte eine Lösung für komplexe Infrastrukturprojekte sowie Bauvorhaben und Ingenieurprojekte. Diese sollte die Verknüpfung einzelner Terminpläne ermöglichen und eine verlässlichere Grundlage für Berichte, Analysen und Dashboards schaffen.

Hinzu kam eine wichtige organisatorische Herausforderung. BEW stellte gleichzeitig von den Systemen von Vattenfall auf eine eigene IT Infrastruktur um. Als Betreiber kritischer Infrastruktur musste das Unternehmen vor der Einführung einer neuen Cloudplattform umfangreiche Beschaffungsprozesse, Sicherheitsprüfungen und Genehmigungsverfahren durchlaufen. Datenschutz, Cybersicherheit und interne Governance waren dabei von Beginn an wesentliche Anforderungen.

Kapitel II

Die Lösung

Oracle empfahl Primaned, um BEW bei der Evaluierung von Oracle Primavera Cloud zu unterstützen. Primaned begleitete das Team durch einen fünf bis sechs Wochen dauernden Proof of Concept (PoC). Dieser begann mit einer Auftaktveranstaltung und einer eintägigen Einführung in die Grundlagen der Plattform.

So erhielten die Terminplaner von BEW das notwendige Wissen, um Oracle Primavera Cloud anhand ihres eigenen Business Case zu bewerten. Im direkten Austausch mit Gent konnten sie die Funktionen kennenlernen, Fragen stellen und prüfen, inwieweit die Plattform ihre Anforderungen an integrierte Programmterminpläne erfüllt. Dabei ging es insbesondere darum, einzelne Projektterminpläne miteinander zu verknüpfen und ihre Abhängigkeiten abzubilden.

Nach dem erfolgreichen PoC entschied sich BEW für Oracle Primavera Cloud und wählte Primaned als Implementierungspartner. Die Implementierung konnte damit unmittelbar auf den Anforderungen und der Zusammenarbeit aufbauen, die sich während der Evaluierungsphase entwickelt hatten.

Primaned unterstützte BEW beim Aufbau einer einheitlichen Planungsstruktur für Benutzerrollen, Kalender und Projekteinstellungen. Ziel war es, eine gemeinsame Grundlage für eine stärker standardisierte Terminplanung und die anschließende Entwicklung integrierter Programmterminpläne zu schaffen.

Die Einführung erfolgte schrittweise. BEW und Primaned priorisierten zunächst die Terminpläne und Funktionen, die für die Fortführung der laufenden Projekte erforderlich waren. Die integrierte Programmterminplanung, das Berichtswesen und die Dashboards waren für spätere Phasen vorgesehen. Diese Reihenfolge berücksichtigte sowohl die Frist für die Einstellung von Microsoft Project Online als auch die langfristigen Anforderungen von BEW an die Terminplanung.

Die Migration erfolgte als kontrollierte Datenübertragung. Durch die schrittweise Validierung der übertragenen Daten wurde das Migrationswissen von Primaned mit den Projektkenntnissen von BEW kombiniert. So konnte sichergestellt werden, dass die Planungsinformationen auch in Oracle Primavera Cloud zuverlässig und nutzbar blieben.

Auch der Aufbau interner Kompetenzen war ein wichtiger Bestandteil des Vorgehens. Primaned stellte zunächst praktische Unterstützung bereit und übertrug das erforderliche Wissen schrittweise an das Terminplanungsteam von BEW. Durch frühzeitige Schulungen und praktische Anleitung wurden die Terminplaner darauf vorbereitet, zunehmend eigenständig wiederkehrende Aufgaben zu übernehmen. Dazu gehörten auch die Prüfung und Migration der aktualisierten Microsoft Project Terminpläne, die externe Auftragnehmer weiterhin einreichten.

„Wenn wir Fragen hatten, reagierte Primaned schnell und direkt. Das war besonders wichtig, weil Oracle Primavera Cloud für uns völliges Neuland war.“ - Torsten Puls, Teamleiter Terminplanung bei BEW

Kapitel III

Die Ergebnisse

BEW schloss die erste Migration von mehr als 40 Terminplänen mit über 100.000 Vorgängen innerhalb von rund drei Monaten ab. Die grundlegende Einrichtung der Planungsumgebung und die Schulung des Terminplanungsteams waren abgeschlossen. Die Anwender arbeiteten bereits mit Oracle Primavera Cloud, während die laufenden Infrastrukturprojekte ohne Unterbrechung fortgeführt wurden.

Mit der Umstellung wurde eine einheitlichere Grundlage für die Projektterminplanung geschaffen. BEW verfügt nun über eine gemeinsame Planungsstruktur und baut die internen Kompetenzen weiter aus, um regelmäßige Aktualisierungen von Auftragnehmern eigenständig zu prüfen und zu migrieren. Dies ist insbesondere für die monatlich eingereichten Microsoft Project Terminpläne von Bedeutung, die weiterhin Bestandteil bestehender Vereinbarungen zur Projektabwicklung sind.

Gleichzeitig sammelt das Team zunehmend Erfahrung mit der neuen Plattform. Wöchentliche Abstimmungen und die Unterstützung durch Kollegen mit Primavera Erfahrung helfen den Terminplanern, praktische Fragen zu klären. Zum Zeitpunkt des Interviews befanden sich die Anwender noch in der Einarbeitungsphase. Messbare Effizienzsteigerungen lagen daher noch nicht vor.

Nach Einschätzung von BEW waren zu diesem Zeitpunkt rund 70 bis 80 Prozent des gesamten Implementierungsumfangs abgeschlossen. Zu den verbleibenden Aufgaben gehörten insbesondere integrierte Programmterminpläne, Berichte, Dashboards und die begleitende Dokumentation.

„Die Migration ist abgeschlossen und die Schulungen sind beendet. Wir arbeiten jetzt an den verbleibenden Themen: Programmterminpläne, Berichte, Dashboards und Dokumentation.“ - Torsten Puls, Teamleiter Terminplanung bei BEW

In der nächsten Phase steht die Verknüpfung der einzelnen Projektterminpläne an den jeweiligen Baustandorten im Mittelpunkt. Dadurch soll BEW die Abhängigkeiten zwischen den Projekten und deren Auswirkungen auf das Gesamtprogramm besser bewerten können. Die zugehörigen Berichte und Dashboards sollen dem Projektmanagement und der Unternehmenssteuerung eine klarere Informationsgrundlage bieten.

Da BEW die laufenden Aufgaben in der Terminplanung zunehmend eigenständig übernimmt, kann das Unternehmen bei Bedarf weiterhin auf die fachliche Unterstützung von Primaned zurückgreifen. Als Partner, der mit der Planungsumgebung vertraut ist, kann Primaned auch bei den verbleibenden Aufgaben und der Prüfung weiterer Entwicklungsmöglichkeiten unterstützen. So bleibt die Kontinuität der Zusammenarbeit gewahrt.

Langfristig möchte BEW die Terminplanung enger mit dem Risikomanagement, Ressourcenmanagement und Aufgabenmanagement verknüpfen. Diese Schritte stehen noch unter dem Vorbehalt interner Entscheidungen und weiterer Evaluierungen. Die gemeinsame Planungsstruktur und die wachsenden internen Kompetenzen schaffen dafür eine Grundlage. Gleichzeitig bieten sie die Basis für eine weitere Zusammenarbeit, wenn sich die Anforderungen an die Projektsteuerung bei BEW weiterentwickeln.

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